confidimus | Prinzip

Die gesellschaftliche Herausforderung

Mehr als jemals zuvor beschäftigen wir uns mit den Themen Ernährung und Schönheit. Über klassische und soziale Medien werden unrealistische Schönheitsideale vorgelebt, die Druck erzeugen und bei vielen Menschen dazu führen, dass sie sich minderwertig fühlen. 92 Prozent der deutschen Frauen sind nach Angaben der Deutschen Ärztezeitung mit ihrem Körper unzufrieden. Immer neue Diäten und Diätprodukte versprechen Lösungen und spielen mit der Not der Menschen, obwohl bewiesen ist, dass die meisten Diäten scheitern. Die Folge ist meist ein endloser Kreislauf aus Jo-Jo-Effekt und erneuten Abnehmkuren. Gleichzeitig ist bewiesen, dass Diäten häufig in Essstörungen münden.

Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation halten sich 50 Prozent der jugendlichen Mädchen für zu dick, obwohl nur jede Zehnte tatsächlich übergewichtig ist. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es bei einem Drittel der Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren Hinweise auf eine Essstörung. Besonders beunruhigend ist: Essstörungen treten bereits im Grundschulalter auf – und das sind längst keine Einzelfälle mehr.

Der Druck in puncto Ernährung lastet also auch erheblich auf Eltern. Immer wieder werden neue, oftmals widersprüchliche Empfehlungen verbreitet, die zu Unsicherheit und teilweise rigiden Ernährungskonzepten führen. In vielen Familien ist das Thema Ernährung problembehaftet.

Als Mütter haben wir uns gefragt:

Wie können wir unsere Kinder in dieser komplexen Welt stark machen?
Wie können wir unsere Kinder dabei unterstützen, ein entspanntes Essverhalten und ein positives Körpergefühl zu entwickeln?

Sehnsucht und Sorgen

Als Mütter spüren wir täglich, wie ängstlich Eltern mit dem Thema Ernährung umgehen. Isst mein Kind gesund? Isst es genug? Oder zu viel? Lange Zeit beschäftigten auch uns diese Gedanken und Sorgen – aber wir spürten gleichzeitig in unserem Umfeld den großen Wunsch nach Entspannung am Esstisch. Und dennoch: Angst und Sorge, dass das eigene Kind sich nicht gesund genug ernährt, dass es ein problematisches Essverhalten oder auch Übergewicht entwickeln könnte, ist bei vielen Eltern präsent.

Aus vollem Herzen möchten wir hier unterstützen. Wir möchten Eltern die Unsicherheit nehmen und wir möchten Kinder stärken, damit sie voller Selbstvertrauen durch unsere komplexe Welt gehen. Damit war der Grundstein für confidimus gelegt.

Unser confidimus-Prinzip basiert auf drei Säulen

Rückbesinnung
auf die Körperintelligenz

Jeder Mensch spürt intuitiv, welche Nahrung ihm bekommt und guttut. In unserer Welt gibt es aber viele Gründe, warum Kinder beim Essen nicht mehr ihrer natürlichen Körperintelligenz folgen können. Wir analysieren gemeinsam, welche Ursachen in Ihrer Familie zutreffen könnten – und leiten Sie mit gezielten Trainings- und Coachingmethoden an, zurück zu einem intuitiven Essverhalten zu finden. Oder wir unterstützen Sie frühzeitig, damit Ihr Kind seine natürliche Intuition gar nicht erst verliert.

Vertrauen schenken

Wissenschaftlich ist bewiesen, dass es Kinder resilient - also innerlich stark macht - wenn wir ihnen als Eltern Vertrauen schenken. Selbstvertrauen erwächst aus dem Vertrauen, das wir unseren Kindern entgegenbringen. Und Selbstvertrauen schützt vor Essstörungen. Aber genau dieses Loslassen, die Kontrolle ein Stück weit abgeben, fällt in unserer Leistungsgesellschaft oft nicht leicht. Hier ist es hilfreich, die eigenen Glaubenssätze zu hinterfragen und Schritt für Schritt umzukehren. Dabei begleiten wir Sie.

Nun fragen Sie sich vielleicht: Ist dieser Ansatz nicht zu sehr Laisser-faire?
Das Gegenteil ist der Fall: Sowohl ein strikter Ansatz in puncto Ernährung als auch ein Laisser-faire-Ansatz sind nicht bedürfnisorientiert. Wenn Sie Ihrem Kind Vieles verbieten, fördern Sie den so genannten Verzicht-Hunger, sodass Ihr Kind verstärkt Lust auf die verbotenen Lebensmittel entwickeln wird. Erlauben Sie Ihrem Kind alles unreflektiert, kann es sein, dass Ihr Kind aus Traurigkeit, Langeweile oder Müdigkeit zu Essen greift und Sie dies gar nicht bemerken. Daher ist für uns die dritte Säule des confidimus-Prinzips essentiell:

Achtsamkeit und
Empathie leben

Wir unterstützen Sie dabei zu erkennen, wenn Ihr Kind nicht aus Hunger isst, sondern weil andere Bedürfnisse nicht erfüllt sind. Und wir helfen Ihnen, in solchen Situationen mit Ihrem Kind in Kontakt zu kommen. Ihr Kind lernt, genau zu spüren, was es wirklich braucht, damit seine Bedürfnisse erfüllt sind. Essen wird dann nicht mehr als Ventil genutzt. Dies kann helfen, Essstörungen und emotional begründetem Übergewicht vorzubeugen.
Wir setzen uns ein – für starke Kinder, die voller Selbstvertrauen und mit einem gesunden Körpergefühl durch unsere komplexe Welt gehen.

Download
confidimus-Konzeptpapier (pdf)

Über uns

Katharina und Julia kommen aus unterschiedlichen Bereichen. Coaching, Ernährungstraining für Somatische Intelligenz, Erwachsenenbildung, Mediation und Journalismus, PR, Kommunikation. Doch was sie verbindet, ist die Überzeugung, beim Essen auf die Körperintelligenz zu vertrauen. Und die Tatsache, dass sie Mütter sind: Katharina hat drei Jungs, Julia einen Sohn. Nachdem sich beide intensiv mit dem Ansatz beschäftigt hatten und gemeinsam für ein Unternehmen tätig waren, beschlossen sie, confidimus zu gründen. Es begann eine intensive Zeit des Selbststudiums, Weiterbildungen, Recherche, Analyse von Studien, Austausch mit Gleichgesinnten, Interviews mit Experten und Konzeptentwicklung – bis das confidimus-Prinzip geschaffen war: individuell und für Familien.

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